Überleben in den USA: TV

21.11.2007 by Alexander Freickmann

In Deutschland besteht das TV Programm zu ca. 30% aus amerikanischen Serien, wenn man noch von US Formaten inspirierte Sendungen dazuzählt, sind wir wohl bei gut 80%. Daher fand ich es sehr interessant, mal das US Fernsehen zu schauen.

Als erstes fällt auf, dass selbst das Kabelfernsehen hier viel mehr Sender zu bieten hat, so empfangen wir gut 90 TV Sender. Natürlich bedeutet das auch, dass es VIELE überflüssige Sender gibt, genannt Sparten TV. So gibt es einen ganzen Sender für Seifenopern, Talkshows, Evangelisten, Richter, Militär (naja, N24 kommt dem schon recht nahe, kaufen hier wohl ihre Dokus ein) und noch viel anderen Schund, jedoch habe ich hier nirgends einen Sender gesehen, der nur annähernd sowas wie die Volksverdummungsmaschine 9Live bringt. Das scheint wohl eine deutsche Erfindung zu sein, unglaublich…

Neben all den Sendern, die man also mehr oder weniger komplett vergessen kann gibt es aber noch genug Sender, die auch ein ordentliches Programm bringen, auch wenn sich das teilweise gravierend von dem in Deutschland gewohnten TV unterscheidet. So ist es hier nicht ungewöhnlich, dass Sendungen hier öfter wiederholt werden - manchmal sogar gleich im Anschluss.
Hier in den USA sind übrigens Filme nicht so heilig wie in Deutschland, wo die meist erst ab 20 Uhr gezeigt werden. Hier kommen über den ganzen Tag verteilt Filme - nicht nur auf den Spartensendern - und das sind auch oft so genannte Blockbuster, so hab ich hier Fluch der Karibik und Bad Boys 2 schon gegen 16 Uhr gesehen. Wer Bad Boys 2 kennt, weiß, dass der nicht ohne ist, in Deutschland wurder der Film mit FSK18 eingestuft. Hier aber kein Problem, weil hier sind Fernseher verfügbar, in der man diese Programme sperren kann. (ist aber trotzdem nicht wirklich sicher, weil geschickte Kinder haben sich den Entsperrcode wahrscheinlich schneller gemerkt als die Eltern)
Schön ist übrigens, dass hier jedes Programm (selbst die Musiksender) Untertitel bietet, auf Englisch und Spanisch. In Deutschland hat ja höchstens mal das ARD oder ZDF Untertitel im Angebot, aber auch nur äußerst selten. Untertitel sind auch wirklich praktisch um den Film besser zu verstehen, denn manchmal sind die ja so schnell, da versteht man nichts.

Was gibt es sonst noch zu berichten über das US Fernsehen? Achja, Werbung! In Deutschland werden wir inzwischen mit 6-9 Minuten Unterbrechungen traktiert, immerhin müssen die knapp 42 Minuten Sendungen ja auf eine Stunde aufgepuscht werden. Hier jedoch ist ein Werbeblock nur durchschnittlich 3 Minuten lang, dafür gibt es dann aber anstatt 1-2 Unterbrechungen gleich 3-5! Manchmal kommen die Werbeblöcke auch gleich aufeinander, mit 3 Minuten Sendeunterbrechung, das ist was wirklich nervt. Wenigstens wird man hier aber nicht mit den ewig nervenden Eigenwerbung (demnächst im Programm… blabla) genervt, die werden hier sehr selten gebracht und wenn, sind das wirklich Prestigeobjekte, die beworben werden.

Ich kann noch anmerken, dass die USF immerhin in den horrenden Mietpreisen wenigstens PayTV bietet. So empfangen wir hier das gesamte HBO Programm. (wie Premiere, nur besser) HBO ist auch eine Wohltat, denn neben super Filmen gibt es auf deren Sendern keine Werbung!

See you later, Alligator

15.11.2007 by Alexander Freickmann

Am Wochenende waren Andreas, Anke, Steffen und ich etwas im Norden unterwegs und haben die dortigen Naturparks besichtigt.

Jedoch musste vorher erstmal gefrühstückt werden, denn wir waren sehr früh gestartet und deswegen hatte jeder von uns Hunger. Daher kehrten wir in ein echtes American Diner ein.
Im Diner wunderten wir uns dann erstmal, wieso Steak auf der Karte stand. Da das aber eindeutig die Frühstückskarte war, sagten wir nicht nein und bestellten uns jeweils eins mit Rührei. Das war mal ein richtig leckeres Frühstück, daran könnte ich mich gewöhnen!

Nach dem Essen fuhren wir weiter zum Homosassa Springs Wildlife Park, der Heimat der Manatees. (einer Seekuhart) Der Park ist recht klein, im Grunde besteht er nur aus einem kleinen See, den sich die Manatees mit einigen Fischarten teilen, und ein bisschen drumherum. An einer Seite des Sees ist eine kleine Beobachtungslounge eingerichtet, in der man Fische und manchmal Manatees unter Wasser bestaunen kann. Fast wäre ein Manatee sogar perfekt vor die Linse geschwommen, aber natürlich drehte sich das Vieh dann doch noch um und schwamm weg, schade.
Etwas später gab es noch eine kleine Show, in der man zusehen konnte, wie die Seekühe gefüttert wurden. Nachdem die Show zu Ende war, schauten wir uns noch etwas im Park um. In einer Ecke entdeckten wir endlich ein paar Alligatoren - ich habe lange auf echte Florida Alligatoren warten müssen! Die Alligatoren dösten aber lieber in der Mittagssonne rum, anstatt eine schöne Actioneinlage zu bieten. Deswegen verließen wir den Park auch nachdem wir uns an denen satt gesehen hatten.

Unser nächstes Ziel war der Park Silver Springs, der von der Größe her schon eher einem Naturpark nahe kommt. Die große Attraktion dieses Parks ist, dass man dort kurze Bootstouren (die Boote haben einen Glasboden) unternehmen kann, 3 Stück an der Zahl.
Bei der ersten Bootstour schippert man über einen einen kleinen See und bestaunt die dortige Unterwasserwelt. Die Zweite führt durch ein urwaldähnliches Gebiet, bei der man nebenbei auch sieht, wie die ersten Siedler und Indianer hier in Florida gewohnt hatten. Die letzte Tour war dann eine Mischung aus den beiden vorherigen, aber immerhin gabs dort wirklich frei lebende Tiere zu bestaunen wie zB Alligatoren auf der Pirsch oder diverse Vogelarten.
Ansonsten bot der Park neben nervtötender Fahrstuhlmusik noch eine Jeepfahrt (besser gesagt in nem Anhänger vom Jeep gezogen) durch ehemalige Tarzandrehorte an. Diese werden heute vom üblichen Zooequipment (Lamas, Ponys und Affen) bewohnt, also nichts wirklich spektakuläres auf diesem Trip.
Als wir mit der letzten Tour fertig waren, fing es auch schon an zu dämmern. Deswegen machten wir uns nach diesem erfrischenden Tag (die Luft in den Parks ist einfach super gut) wieder auf den Weg zurück ins schöne Tampa.

Fotos vom Trip

winter

12.11.2007 by michaela

Oh jaaa ich fühle echt mit euch mit. Hier wird es auch langsam kalt. Ich musste mir doch tatsächlich schon Jeans und Sweatshirts kaufen *brrrr* :-P

Während sich die meisten schon freuen dass es in 33 Tagen hier vorbei ist bereite ich mich auf meinen GRE Test für meine Bewerbung für den master vor. In den meisten Kursen ist die eigene Note schon absehbar, in einigen wird allerdings noch ein harter Endspurt erwartet. Wir alle haben uns so an das amerikanische Essen gewöhnt (naja, Joe und Alex eher nur an die Pizzen ;-) ), ich vermisse nichtmal mehr das Brot *fg* Und selbst ein Steak zum Frühstück ist schon normal.

Heute ist Veteranentag, das heißt keine uni. Die dorms sind ausgestorben weil alle ihre Familien besuchen. Und in zwei Wochen ist dann auch das langersehnte Thanksgiving. Mal sehen ob der Truthahn wirklich so gut schmeckt.

Ach man könnte soo viel erzählen aber ich weiß garnicht wo ich anfangen soll ;-), ich wollte nur mal allen hallo sagen und hoffe ihr geniesst die letzten paar Wochen eures Auslandssemesters!

Überleben in den USA: Geld

08.11.2007 by Alexander Freickmann

Geld regiert die Welt, besonders natürlich in den USA. Jedoch ist hier einiges anders als in Deutschland.

Das erste, was einem Deutschen hier auffällt ist, das die Steuern nicht schon im angegebenen Preis inbegriffen sind. Dadurch erlebt man an der Kasse gerne mal noch eine Überraschung. Außerdem führt das dazu, dass man nahezu keine Möglichkeit hat, sein Kleingeld los zu werden.

Von dem Kleingeld kann man nur die 25 Cent Münzen loswerden, weil das normalerweise die einzigen Münzen sind, die von Maschinen geschluckt werden. Die restlichen Münzen, besonders die 1Cent Münzen, häufen sich dagegen viel mehr an.
Scheine beginnen hier schon bei 1$ und dummerweise hat man von denen meist gleich einen ganzen Haufen. Dadurch fühlt sich das Portemonnaie zwar voll an, (= viel Geld dabei) ist es aber leider nicht. Außerdem haben die Dollarscheine die dumme Angewohnheit alle komplett gleich auszusehen. Sie sind grün, haben ein identisches Format und haben tote Präsidenten auf der einen Seite. Das ist so schon für uns ein Problem, aber als Blinder kann man die Scheine hier wohl komplett vergessen. (nicht dass das Kleingeld hier viel blindenfreundlicher wäre)

Das führt mich dann auch zur geläufigsten Zahlungsmethode hier, der Kreditkarte. Amerikaner bezahlen nahezu alles damit, daher haben wir uns auch daran gewohnt. Immerhin erspart man sich so auch das Ansammeln von Kleingeld und nahezu nutzlosen 1$ Scheinen. Hier in Tampa kann man min. 90% aller Käufe mit Kreditkarte machen, selbst Cola kann man damit aus nem Automaten ziehen.
Meistens reicht auch eine deutsche Kreditkarte, aber bei einigen Käufen wird eine amerikanische Kreditkarte vorausgesetzt. Die bekommt man hier aber mit Eröffnung eines Kontos nachgeschmissen. Daher könnte es sich lohnen, hier ein Konto zu eröffnen und das Geld immer bei Bedarf auf das Konto zu packen.

The future is now

31.10.2007 by Alexander Freickmann

Wir befinden uns im Jahre 2007 n.Chr. Die ganze USF ist mit W-LAN versorgt… die ganze? Nein! Eine kleine Appartmentanlage etwas abseits vom eigentlichen Campus muss noch mit normalen KabelLAN auskommen.

Doch dann das Unfassbare, gestern klopften zwei Elektriker an die Tür unseres Appartments und montierten einen kleinen Kasten, der sich nach einiger Begutachtung doch glatt als Repeater entpuppte! Und das Beste daran ist, er funktioniert! Endlich können wir den Laptop auch mal in der Wohnung rumschleppen und trotzdem Internet zu haben.

22.10.2007 by Alexander Freickmann

Erstmal muss ich mich entschuldigen, dass ich mich so lange nicht gemeldet hatte, hatte in den letzten Wochen leider nicht so viel Zeit. Trotzdem will ich euch meine interessanten Erlebnisse nicht vorenthalten.

Vor 2 Wochen besichtigten Joe, Anke, Steffen (ein CogSci), Remy (ein Franzose mit äußerst guten Deutschkentnissen) und ich die Downtown von Tampa.
Zuerst schauten wir uns die dortigen Hochhäuser an, ist schon beeindruckend. Da das Wetter nicht so toll war, verließen wir dann aber recht fix die vollgebaute Innenstadt über den Fluss Hillsborough. Am Ufer des Flusses fanden wir die University of Tampa (UT) vor, das scheint wohl eine der teuren Privatunis der USA zu sein. Während die UT von Außen etwas an ein russisches Schloss erinnert, siehts im Inneren mehr nach protziger englischer Universität aus. (mit Ölgemälden, geschwungenen Treppen usw) Überraschenderweise bot die Universität sogar einen Rathskeller an und da es grade in Strömen geregnet hatte, kehrten wir dort ein. Leider wurden wir dort eher enttäuscht, denn der “proudly brewed Starbucks” Kaffee schmeckte nicht wirklich und das recht desinteressierte Personal tat ihr übriges. Nachdem der Regen aufhörte und wir uns gestärkt hatten, verließen wir die Uni Richtung Hafen.
Der Hafen von Tampa bot jedoch auch nicht wirklich schönes, was aber wohl auch teilweise am Wetter lag. Nachdem wir uns die kleinen Yachten (nachdem man mal in Monaco war, kann man anderswo nur enttäuscht werden) angeschaut hatten, suchten wir das Hafencenter auf, dort gibts Restaurants, Bars und ein Kino. Da es auch fortgeschrittene Mittagszeit war, entschieden wir uns das dortige Hooters aufzusuchen, da wir Herren ja schon einiges gutes von gehört hatten. (Hooters zeichnet sich dadurch aus, dass die weiblichen Bedienungen knapp bekleidet sind) Letztendlich kann man aber drüber sagen, dass der Hamburger wohl ganz gut war (ich hatte Chicken Wings und laut den Anwesenden sah mein Gesicht dank der Marinade, in der die quasi schwammen, “interessant” aus), die Bedienung freundlich, aber man(n) es sich sparen kann.
Nachdem wir im Hooters fertig waren, verließen wir auch Downtown und fuhren mit einer alten Straßenbahn nach Ybor. Und überraschenderweise sieht Ybor City am Tag GANZ anders aus. Das ach so tolle Prada sieht am Tag wie ein kleiner Schuppen aus und auch sonst sehen die Clubs eher normal aus, ist halt alles nur Show! Dafür hat Ybor seinen eigenen lateinamerikanischen Charme, manche Ecke sieht wirklich hübsch aus.
Nachdem wir uns dort noch etwas umgeguckt hatten, fuhren wir schließlich zurück zur Uni. Die Bilder will ich euch natürlich auch nicht vorenthalten.

Letzte Woche spielten auch die Bulls mal wieder, diesmal ging es gegen die University of Central Florida (UCF) Knights aus Orlando. Das versprach ein interessantes Derby zu werden.
Das Spiel begann schon um 12 Uhr mittags, da der Himmel nahezu wolkenlos war, brütete man richtig in der Mittagssonne. Das Spiel startete auch sehr gut für die Bulls und so gingen sie recht früh klar in Führung. Vor der Halbzeitpause gabs auch nen wirklich super Touchdown zu sehen, der in den letzten Sekunden vor der Pause durchgeführt wurde. Nach der Halbzeitpause brachen die UCF Knights dann komplett ein und wurden von den Bulls richtig gegen die Wand gespielt. Der Endstand betrug sage und schreibe 64 zu 12. Damit schossen die Bulls sogar auf Platz 2 des Rankings. Fotos von dem Spiel gibt es natürlich auch.

Am Donnerstag gings dann auch weiter für die Bulls zu dem wichtigen Spiel gegen Rutgers in New Jersey. Das Spiel war sehr spannend und die ganze Zeit über knapp. Leider wurden den Bulls ein wirklich schön anzusehender Touchdown nicht gegeben und so kam es wie es kommen musste und die Bulls verloren ganz knapp 27 zu 30. Laut diversen Seiten und Amis haben die Bulls dadurch auch gleich fast all ihre Chancen vertan und im Ranking sind sie jetzt nur noch auf Platz 11.
Hoffentlich war es das jetzt nicht wirklich für die Bulls!

hallo mal wieder

08.10.2007 by michaela

Mensch ich habe mich ja lange nicht gemeldet, aber so langsam kehrt hier der Alltag ein und man weiß nicht so richtig, was man berichten soll.

Wie sollte es anders sein - nach meiner berühmten Geburtstagsparty steht das Party Pet jetzt sogar auf den VIP Listen der Clubs ;) Aber diese Woche habe sogar ich mal Pause gemacht, mit 3 Klausuren und mehreren Blessuren (wieso sind nasse Flip-Flops rutschig, und wieso fällt man damit dann die Treppe runter? Und wieso reagiere ich so allergisch auf Mückenstiche hier??? ) hatte ich genug mit Schmerzmitteln und Lernen am Hut.

So langsam gewöhnt man sich auch an das amrikanische Essen, und es schmeckt immer besser! An dieser Stelle könnte man ja dann auch mal erwähnen, dass Joe eventuell ganz vielleicht die Wette wohl nicht gewinnen wird! :)

Naja und sonst… Es wird kälter. Auch wenn man sich zu Beginn des Semester noch gefragt hat warum die Leute hier lange Hosen tragen… Bei kalten 25 Grad (mit Luftfeuchtigkeit gefühlt wohl mehr) denkt man nun selber langsam dran, eine lange Hose und Sweatshirt zu tragen! Ich würde am liebsten hierbleiben, wobei ich von anderen auch schon das Gegenteil gehört habe.

Interessant ist, wie schnell hier Klausuren korrigiert werden. Selbst in Micro, mit 400 Leuten, haben wir spätestens nach einer Woche die Ergebnisse… Ich warte immernoch auf eins aus Deustchland!

Naja, wollte eigentlich nur ein paar liebe Grüße verteilen und wünsche euch allen noch ein tolles Semester!

Er hat ein knallrotes Gummiboot

04.10.2007 by Alexander Freickmann

Samstag bot das Outdoor Recreation Center eine Aktion namens “Float Trip” an. Dies ließen Bernd, Michaela, ich und ein paar andere, die wir hier trafen, nicht entgehen!

Jedoch dann der Schock für uns, denn wir sollten uns um 7 Uhr treffen, das ist unmenschlich früh! Besonders, da das Spiel der Bulls erst um 20 Uhr anfing und wir deswegen alle erst spät nachts wieder in Magnolia eintrafen.
Trotzdem schafften wir es pünktlich da zu sein, jedoch war nicht wirklich jemand vom Orgateam da! Die trafen erst so gegen Viertel nach 7 ein, Amis und Pünktlichkeit… Naja, also konnte es endlich los gehen und nach einer zweistündigen Fahrt erreichten wir schließlich unser Ziel, das beschauliche Dörfchen Rainbow Rivers. (nachdem man dort so viel Rainbow las, meinte man sich im San Francisco der Ostküste)
Dort angekommen bekamen wir aber kein Floß, wie erwartet, sondern große Gummiringe zum reinsetzen ausgeteilt. Nachdem man sich an das eiskalte Wasser (wirklich kalt!) gewöhnt hatte, konnte die Fahrt dann auch beginnen. Nach knapp einer Stunde allein rumtreiben und die Natur bewundern, schlossen wir uns zu einem großen Konglomerat zusammen um auch mal in Kontakt mit den anderen zu kommen. So trafen wir einen chinesischstämmigen Amerikaner, der sogar Osnabrück kannte (sonst ist Bremen schon meist zu viel für die Amis) und unterhielten uns etwas mit dem.
Die Fahrt endete nach ca. vier Stunden an einer Brücke, leider sahen wir keinen Aligator, die sich angeblich auch noch in dem Fluss befinden sollten. Nachdem wir zurück beim Ausgangspunkt waren, gab es noch ein groß versprochenes Essen, leider entpuppte sich das Essen als Tortellini in Käsesoße. (eher mau nachdem man vorher ja nicht wirklich was zwischen die Kiemen bekommen hatte)

Die Rückfahrt verschob sich auch noch um ein paar Minuten, da eine der Fahrerinnen das Licht angelassen hatte und daher die Autobatterie leer gesaugt war. Nachdem die Batterie aber wieder Saft hatte, konnten wir endlich wieder zurück zur USF fahren.

Ich habe auch wieder eine kleine Gallerie erstellt, ich hoffe aber, dass ich noch an weitere Fotos komme.

Friday Night Lights

01.10.2007 by Alexander Freickmann

Am Freitag wurde es ernst für die USF Bulls. Denn an dem Tag hatten sie ihr erstes großes Match für das wichtige Ranking in der Big East Conference. (am ehesten als Vorrunde zu bezeichnen) Der Gegner war die West Virginia University (WVU), die zu der Zeit den 5. Platz im Ranking einnahmen. (während die USF noch Nr 18 war, weil sie noch kein Punktspiel hatten) Somit war die WVU ein harter Gegner und das Spiel galt als eines der Top Spiele. Aus diesem Grund waren auch schon am Montag alle Karten für das Spiel weg.

Das Vorprogramm startete schon gegen 15 Uhr. Für die Amis bedeutet das, zum riesigen Parkplatz des Stadions tingeln und dort ein riesiges BBQ (Grillen) zu veranstalten. Außerdem ist dort Alkoholkonsum in der Öffentlichkeit erlaubt, weswegen dort auch ordentlich dem Alkohol gefrönt wurde. Als die Zuschauer (über 67000) dann gegen 19 Uhr zum Stadion tingelten sah der zum Parkplatz umfunktionierte Rasen auch dementsprechend wie ein “Bottlefield” aus.

Um 20 Uhr fing das Spiel dann an und die Fanchöre taten ihr bestes um Lärm zu produzieren. Im Gegensatz zu meinem ersten hiesigen Footballmatch war das Spiel diesmal viel actiongeladener. Auch die Pausen kamen einem diesmal viel kürzer vor und obwohl das Viertel in etwa so lange dauerte wie das beim 1. Match, kam es einem viel kürzer vor. Als dann der 1. Touchdown der USF kam, flippte das Publikum aus und die Stimmung stieg nochmal an. Als die USF im 2. Viertel dann noch einen Touchdown gelang, war die Stimmung auf dem absoluten Maximum.

Im 3. Viertel versuchte die WVU den dringend benötigten Konter, aber dank der super Defense der USF gelang denen nur ein Fieldgoal. So übernahm die USF die Kontrolle über das Spiel und ihnen gelang noch ein Touchdown. Im 4. Viertel wurde es trotzdem nochmal spannend, denn die WVU machte mächtig Druck und die Offense der USF war wohl schon im Siegesrausch und vergab den wichtigen Zug um den Sieg endgültig zu machen. So gelang es der WVU doch noch einen Touchdown zu machen und es wurde doch noch spannend. Zum Glück hatte die Deffense noch nicht mit Feiern angefangen und konnte die Offense der WVU noch lang genug hinhalten bis ein Sieg der WVU absolut unmöglich war.

So ging das Spiel schließlich 21 zu 13 zu gunsten der USF aus und damit enterten die Bulls den 6. Platz im Ranking. Ein wirklich super Spiel, jetzt kann ich immerhin teilweise nachvollziehen, was die Amis an dem Sport finden.

Natürlich gibt es auch wieder eine neue Gallerie.

Im Männerparadies

28.09.2007 by Alexander Freickmann

Heute besuchten ich Jan (einem BWLer aus Osna), Chris (ein Student von hier) und ich die Yuengling Brauerei. Das Yuengling Bier ist das beste Bier, welches man für einen angemessenen Preis bekommt, deutsches Bier fängt hier ja nicht vor 1,50$ pro Flasche an.
Das Brauereiunternehmen Yuengling ist die älteste Brauerei hier in den USA und deren Gründer waren deutsche Auswanderer. Da der Name Jüngling aber wohl zu schwer für die Amis war, wurde er einfach etwas amerikanisiert. Der Hauptsitz ist in Pottsville, Pennsylvania, aber seit einigen Jahren ist auch hier in Tampa eine Brauerei.

Der Rundgang war zwar recht kurz, aber doch unterhaltsam. Leider konnte man die Abfüllanlage nur durch ein Fenster begutachten und daher kamen wir nicht an ein frisch gebrautes Bier. Dafür gab es aber im Besucherzentrum eine kleine Theke, an dem Freibier ausgeschenkt wurde. So konnten wir mal alle Biersorten antesten.

Ich habe auch wieder ein paar Fotos geschossen.